180 Sekunden – Wissen, was zählt.
Gesellschaft · Wohnen

13,5 oder 36 Milliarden? Warum die Kosten so weit auseinanderliegen

Bei der Berliner Vergesellschaftungsdebatte hängt die Entschädigungssumme stark von Bewertungsmethode und Annahmen ab.

13,5 oder 36 Milliarden? Warum die Kosten so weit auseinanderliegen

Warum die Summen so weit auseinanderliegen

Für eine mögliche Vergesellschaftung großer Berliner Wohnungsbestände existieren sehr unterschiedliche Kostenschätzungen. Eine aktuelle IMK-Studie kalkuliert für rund 210.000 Wohnungen mit etwa 13,5 Milliarden Euro Entschädigung. Ältere amtliche Schätzungen lagen bei bis zu 36 Milliarden Euro.

Der entscheidende Unterschied

Die Abweichung entsteht vor allem durch die Bewertungsmethode. Je nachdem, ob Ertragswerte, Verkehrswerte oder andere Ansätze zugrunde gelegt werden, verändert sich die Entschädigungssumme erheblich.

Das zählt

13,5 und 36 Milliarden Euro sind keine zwei Antworten auf exakt dieselbe Rechenmethode. Sie stehen für unterschiedliche Annahmen und Bewertungsansätze.

Was offen bleibt

Die finanzielle Tragfähigkeit ist nur ein Teil der Debatte. Zusätzlich sind verfassungsrechtliche, organisatorische und wohnungspolitische Fragen umstritten. Auch die IMK-Studie betont, dass Vergesellschaftung den Wohnungsmangel nicht ersetzt und Neubau weiterhin erforderlich bleibt.

Zurück zum Überblick